Interkulturelle Weihnachtswünsche – ein religiöser Überblick – Teil 2

Wie ist der christliche Glaube entstanden und wieso gibt es Untergruppierungen?

 

Die Wurzeln des Christentums liegen im Judentum, zu Beginn des 1. Jahrhunderts, in Israel, das damals römisch war. Die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazareth sahen in Jesus nach seiner Kreuzigung und anschließenden Auferstehung den Sohn Gottes und den vom Judentum erwarteten Messias.

Das Judentum und das Christentum sind insbesondere durch den ersten Teil ihrer Bibel verbunden, das Alte Testament der Christen entspricht der jüdischen heiligen Schrift des Tanach. Ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt gehören heute dem Christentum an, 22% sind dem Islam zugehörig und 13% sind Hindus.

 

In der antiken Welt gab es fünf christliche Patriarchate: in Rom, in Antiochien (in der heutigen Türkei), in Konstantinopel (im heutigen Istanbul), in Alexandria und in Jerusalem. Den Patriarchaten waren jeweils Erzbischöfe und Bischöfe unterstellt. Wollte man über wesentliche Lehrfragen entscheiden, wurde ein Konzil, eine Versammlung von Bischöfen, einberufen.

Innerhalb des Christentums entstanden bald durch verschiedene politische Motive oder geographische Gegebenheiten im lateinischen Westen und im griechischen Osten unterschiedliche kirchliche Strömungen.

 

In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich die östliche und die westliche Tradition und schließlich kam es nach dem Konzil von Ephesos (431) bzw. nach dem Konzil von Chalcedon (451) zum Bruch zwischen den beiden. Die westliche Tradition erfuhr noch eine weitere tiefgreifende Spaltung durch die Reformation im Jahre 1517. Diese Trennungen führten zu mehreren parallelen Kirchenbildungen und neuen Gruppierungen:

 

Die östliche Tradition

Die Patriarchate haben sich bis heute kaum verändert und vertreten seit Jahrhunderten die gleiche Theologie. Sie sehen sich als Teil der ursprünglichen, von Jesus Christus gegründeten Kirche. Die religiösen Traditionen, die bis zur frühchristlichen Zeit zurückgehen, sind in den einzelnen Kirchen sehr verschieden.

Grob kann man die östliche Tradition in folgende Kirchen einteilen:

  • Serbisch-orthodoxe Kirche: Für das Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens ist das Patriarchat in Belgrad zuständig. Die meisten Gläubigen sind Serben.
  • Griechisch-orthodoxe (byzantinisch-orthodoxe) Kirche: Sie ist die Kirche von Griechenland und Zypern. Griechisch-orthodoxe Paare dürfen sich scheiden lassen und bis zu drei Mal heiraten.
  • Koptisch-orthodoxe oder auch orientalisch-orthodoxe Kirche: Die Gläubigen leben in Ägypten, einige wenige in Libyen und dem Sudan. Die koptische Kirche legt großen Wert auf Jugendarbeit und soziale Dienste. Bildung spielt ebenfalls eine große Rolle.
  • Assyrische Kirche des Ostens: Die Kirche des Ostens sagt sich bereits im Jahre 424, noch vor dem Konzil von Ephesos, von der römischen Kirche los. Heute ist die russisch-orthodoxe Kirche die größte orthodoxe Kirche.
  • Katholische Ostkirche: Die Mitglieder fühlen sich als Teilkirche der römisch-katholischen Kirche, die nach ostkirchlichen Riten lebt.

 

Westliche Tradition

Ab ca. 500 nach Christus entwickelt sich die Lehrmeinung, dass der Bischof von Rom eine direkt auf die Lehre von Apostel Petrus zurückführende Autorität besitzt, die ihn zum Stellvertreter Christi macht.

Um 1500 fordern Theologen an verschiedenen Orten Europas Reformen in der katholischen Kirche. Es kommt zur Trennung der westlichen Kirche in eine reformatorische Tradition, welche sich von Rom löst, und in die römisch-katholische Kirche, die bei Rom bleibt.

 

Römisch-katholische Tradition

Die heilige katholische Kirche versteht sich als das wandernde Volk unter der Leitung des Papstes. Diesem Glauben gehören weltweit ca. 1,1 Milliarden Gläubige an. Durch das erste Sakrament, die Taufe, wird man in die Gemeinschaft aufgenommen. Die wichtigsten katholischen Werte sind Liebe, Keuschheit, Treue, Wahrheit, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit und Besitzverzicht.

 

Evangelische Tradition und die Untergruppierungen

Der Augustinermönch Martin Luther stellt 1517 – nach mehrjähriger Entwicklung – 95 Thesen auf. Er wendet sich entschieden gegen das Zölibat und heiratet Katharina von Bora.

In Österreich wird der evangelische Glaube nach zwei Prinzipien gelehrt: dem Augsburger Bekenntnis (A.B.) und dem Helvetischen Bekenntnis (H.B.).

 

Freikirche

Die Mitglieder der evangelischen Freikirche lehnen es ab, einer „Staatskirche“ anzugehören, sie sind die Verfechter einer klaren Trennung von Kirche und Staat und verneinen auch die Finanzierung der Kirche über die Kirchensteuer. Die Freikirche erwartet von ihren Mitgliedern im entsprechenden Alter ein bewusstes Eintreten in die Kirche.

 

Siebenten-Tags-Adventisten: Die Lehre wird offiziell durch 28 Glaubenspunkte beschrieben; diese sind aber nicht statisch, sondern können durch eine Vollversammlung der Mitglieder verändert werden. Adventisten verstehen den menschlichen Körper als göttliches Haus und achten auf eine gesunde Lebensführung, viele sind Vegetarier und meiden zusätzlich Alkohol und Tabak.

 

Neuapostolische Kirche: Apostolische Gemeinschaften gehen auf die Erweckungsbewegungen, auf die Wiederbesetzung des Apostelamts um 1825 zurück.

 

Neureligiöse Gemeinschaften sind Gruppierungen, die sich weder in der orthodoxen noch in der katholischen oder in der evangelischen Tradition sehen, wie zum Beispiel die Mormonen, die Bibelforscher, die Vereinigungskirche und die Zeugen Jehovas.

 

Folgende wichtige Glaubensgrundsätze haben aber alle oben genannten Konfessionen gemeinsam:

  • Es gibt nur einen einzigen Gott und dieser ist dreieinig: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
  • Jesus Christus ist der Sohn Gottes.
  • Durch das Wirken des Heiligen Geistes gebar Maria Jesus, den Sohn Gottes.
  • Das Wichtigste für das Leben als Christ/in sind die Gottesliebe und die Nächstenliebe
  • In der Bibel ist das Wort Gottes, die Botschaft über Jesus und Gott, die Richtlinie für das Leben im Glauben.

Interkulturelle Weihnachtswünsche – ein religiöser Überblick – Teil 1

Ich unterrichte an einer katholischen Privatschule am Rande von Wien.

Die Neue Mittelschule hat 11 Klassen und ca. 240 Schüler/innen und 30 Lehrer/innen. Wir sind eine Praxisschule für Student/innen, die eine Ausbildung zum/zur Lehrer/in absolvieren, unter anderem auch zum/zur angehenden Religionslehrer/in.

An unserer katholischen Schule feiern wir im Vorfeld alle großen christlichen Feste mit einem gemeinsamen Schulgottesdienst, zum Beispiel das Oster- und das Weihnachtsfest. Etwa einmal im Monat finden sich entweder die älteren Kinder (3. und 4. Klassen) oder die jüngeren (1. und 2. Klassen) in der schuleigenen Kapelle ein und singen und beten gemeinsam während einer Schulmesse.

 

Aufgrund meiner Recherche für einen Fachhochschul-Beitrag in Englisch habe ich die Kinder gefragt, wie sie Weihnachten mit ihrer Familie feiern. Dabei habe ich nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Feierkulturen meiner Schüler/innen bekommen, sondern auch einen Überblick über die verschiedenen Richtungen des christlichen Glaubens. Ganz wenige der Kinder sind islamischen Glaubens, die zum Teil auch eine interessante Feierkultur in der Weihnachtszeit pflegen.

Nachdem ich meine Schüler interviewt hatte, machte ich einen Film mit allen Informationen, die ich dabei herausgefunden hatte. Dieses Video wurde sogar auf unserer Schulhomepage gezeigt. Aus Datenschutzgründen meiner Schüler gegenber, sind Sie leider nicht berechtigt, das Video anzuschauen.

 

Die Mehrheit der Kinder ist römisch-katholisch getauft. Doch anders als angenommen, gibt es nicht überall das typische Weihnachtsmenü mit Gans, Fisch oder vielleicht Fondue. Die Tendenz geht zu Burger, Spaghetti und Döner. In einigen Familien wird am Abend nicht gesungen, aber dafür gemeinsam ferngesehen. Viele Kinder gehen mit den Eltern in die Kirche.

Devine von der Elfenbeinküste feiert mit ihrer Großfamilie, zuerst wird in der Kirche und später zu Hause bis spät in die Nacht hinein musiziert und gesungen.

 

Matthias ist der einzige seiner Familie väterlicherseits, der römisch-katholisch ist. Sein Vater ist in der Türkei geboren, gehört aber der ethnischen Minderheit der Aramäer an und sie sprechen bis in die heutige Zeit aramäisch. Die Aramäer der Gegenwart sind die Nachfahren der antiken Aramäer, die im Raum des heutigen Syriens gelebt und Teil der russisch-orthodoxen Kirche gewesen sind. Matthias feiert mit seinem Vater und mit ca. 300 Menschen in einer großen, gemieteten Halle im mitten von Wien alle großen Kirchenfeste; mit vielen verschiedenen orientalischen Speisen und aramäischer Musik dauern die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden.

 

Unsere evangelischen Mitschüler/innen gehen mit ihren Familien eher nicht in die Kirche, sie feiern zu Hause, singen Weihnachtslieder und essen ganz traditionelle Weihnachtsgerichte wie Fisch und Ente. Aidan und Melanie erzählen, wie sie den Abend verbringen. Ihr Vater aus Nigeria ist katholisch und die Mutter aus der Schweiz evangelisch. Früher waren sie bei der Christmette in der katholischen Kirche, seitdem es eine evangelische Kirche in der Nähe gibt, gehen sie am Heiligen Abend dorthin.

 

Jacob hat 12 Geschwister, vier davon gehen bei uns in die Schule. Ursprünglich kommt die Familie aus Rumänien und zu großen kirchlichen Feiern fahren alle Familienmitglieder in die ehemalige Heimat. Jacob gehört der Freikirche an, genauso wie seine Mitschülerin Ester, die fast genauso viele Geschwister hat wie er. Bis vor kurzem haben sie noch den evangelischen Religionsunterricht besucht, seit Schulanfang gibt es aber auch für sie einen eigenen Religionsunterricht an der Schule. Die Familien treffen sich mit den Kindern mehrmals pro Woche in der Pfarre. Die Pfarrgemeinde zählt ungefähr 2000 Mitglieder. Einige Erwachsene leisten wertvolle Jugendarbeit, die Kinder erhalten Musikunterricht, gemeinsame Unternehmungen runden das Programm ab. Die weihnachtliche Christmette findet am Weihnachtstag um 16:00 Uhr mit vielen Kindern statt.

 

Katharina und ihre Familie kommen aus Griechenland, die Eltern führen ein griechisches Lokal im 21. Bezirk. Am 24.12. feiern die Familienmitglieder mit den Angestellten und deren Familien im Restaurant. Dort steht auch ein riesiger Christbaum, dafür ist zu Hause keiner vorhanden.

 

Der koptisch-orthodoxe Shenouda fliegt gelegentlich zu Weihnachten nach Ägypten zu seiner Familie. Auf alle Fälle wird die Kirche besucht und gemeinsam in einem Restaurant gegessen.

 

Die wenigen islamischen Kinder feiern keine Weihnachten. Allerdings gibt es in der einen oder anderen Familie trotzdem einen Adventkalender und am 24. Dezember Geschenke. Lana ist ein syrisches Flüchtlingskind, das mit ihrer Familie bei einem Wiener Ehepaar untergekommen ist.

 

Am 12.12.2017 war Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn an unserer Schule zu Gast. Der Chor unserer Schule empfing ihn, einige Klassen schrieben Texte und gestalteten Kunstwerke zum Thema Barmherzigkeit. Kardinal Schönborn beant­wortete geduldig unzählige Fragen der Schüler/innen, die nicht nur religiösen Inhalts, sondern zum Teil auch sehr persönlich waren. Am Ende seines Aufenthalts betete er mit uns und gab uns seinen Segen mit auf den Weg. Es war für alle Besucher im Festsaal ein berührendes Erlebnis.

 

Intercultural Christmas wishes –  A religious overview – Part 2

How did the Christian faith come into existence and why are there subgroups?

The roots of Christianity are in Judaism in Israel at the beginning of the 1st century, which was Roman at that time. The followers of the Jewish walking preacher, Jesus of Nazareth, saw in him after his crucifixion and subsequent resurrection the Son of God and the Messiah, as expected by Judaism.

Judaism and Christianity are particularly related to the first part of the Bible. The Old Testament of Christians corresponds to the Jewish holy scripture the Tanakh. Today about one-third of all people in the world belong to Christianity, 22% are Muslims and 13% are Hindus.

In the ancient world, there were five Christian patriarchates in Rome, Antioch (today’s Turkey) Constantinople (today’s Istanbul), Alexandria and Jerusalem, which were each subordinate to the archbishops and bishops. If one wanted to decide on essential teaching questions, a meeting of bishops, a council, was convened.

Within Christianity, various ecclesiastical tendencies soon arose through various political motives or geographical conditions in the Latin West and the Greek East.

In the following centuries, the so-called Eastern and Western traditions developed and finally came to break after the Council of Ephesus (431) and after the Council of Chalcedon (451). The Western tradition was further profoundly divided by the Reformation in 1517. These divisions led to several parallel church formations and new groupings:

 

The Eastern Tradition

The patriarchates have hardly changed until today and have had the same theology for centuries. They see themselves as part of the original church founded by Jesus Christ. The religious traditions dating back to the early Christian times are very different in the individual churches.

Roughly, one can divide the Eastern tradition into the following churches:

  • Serbian Orthodox Church: The territory of the former Yugoslavia is governed by the Patriarchate in Belgrade. Most believers are Serbs.
  • Greek Orthodox (Byzantine Orthodox) Church: Is the church of Greece and Cyprus. Greek Orthodox couples may divorce and marry up to three times.
  • Coptic Orthodox or Oriental Orthodox Church: Believers live in Egypt, a few in Libya and the Sudan. The Coptic Church attaches great importance to youth work and its social services. Education plays a big role.
  • Assyrian Church of the East: This Church of the East disintegrated in 424, before the Council of Ephesus, from the Roman Church. Today, the Russian Orthodox Church is the largest Orthodox Church.
  • Eastern Catholic Church: It’s like a particular church of the Roman Catholic Church, living according to Eastern Church rites.

 

Western tradition

From about 500 AD, the doctrine developed that the Bishop of Rome has an authority directly attributed to the teaching of the Apostle Peter, thus making him the substitute Christian.

Around 1500, theologians in various places in Europe called for reforms in the Catholic Church. It was the separation of the Western Church into a Protestant tradition, which broke away from Rome and the Roman Catholic Church, which remained in Rome.

 

Roman Catholic tradition

The Holy Catholic Church sees itself as the wandering people under the guidance of the Pope. Around 1.1 billion believers belong to this faith worldwide. Through the first sacrament, baptism, one is admitted in the Christian community. The most important Catholic values are love, chastity, faithfulness, truth, justice, non-violence, renunciation of possession.

 

Protestant tradition and the subgroups

The Augustinian monk Martin Luther erected 95 theses in 1517 after several years of development. He resolutely opposed celibacy and married Katharina von Bora.

In Austria, the Protestant faith is taught according to two principles: the Augsburg Confession (A.B.) and the Helvetic Confession (H.B.).

 

Free Church

The members of the Protestant Free Church refuse to belong to a “state church”, they are the defenders of a clear separation of church and state and deny also the financing of the church over the church tax. The Free Church expects its members of the appropriate age, a conscious entry into the church.

 

Seventh-Day Adventists

Doctrine is formally described by 28 points of belief, but these are not static but can be changed through a plenary assembly. They understand the human body as a divine house and pay attention to a healthy lifestyle. Many Adventists are vegetarian and also avoid alcohol and tobacco.

 

Apostolic communities or the New Apostolic Church go back to the revival movements, the reoccupation of the apostleship around 1825.

Neo-religious communities are groups that do not see themselves in Orthodox, Catholic, or Protestant tradition, such as the Mormons, Bible Students, the Unification Church, and the Jehovah’s Witnesses.

 

However, all the confessions mentioned above, have the following doctrines in common:

  • There is only one God and this one symbolizes the Holy Trinity: Father, Son and Holy Spirit
  • Jesus Christ is the Son of God
  • The most important thing for living as a Christian is the love of God and charity
  • The Holy Bible is the spiritual guidance for Christians.
  • Through the Immaculate Conception Mary gave birth to Jesus.

Intercultural Christmas wishes –  A religious overview – Part 1

I teach in a private Catholic school on the outskirts of Vienna.

This new middle school has got 11 classes and about 240 students and 30 teachers. We are a training school for students who want to become teachers, including prospective religious teachers.

In this Catholic school, we celebrate all major Christian festivals together, such as Easter, Pentecost and Christmas. About once a month we convene in our school chapel and sing and pray together.

Because I did a research in English at the University of applied science, I interviewed the children how they celebrate Christmas with their families. I didn’t only get an insight into the various celebration cultures of my students, but I also got an overview of the different directions of the Christian faith. A few of my students are also Muslims, but some of them have also an interesting way of celebrating Christmas in Vienna. After I interviewed my students, I made a movie with them and with all the information I had. This video was even shown on our school homepage. Unfortunately, you are not authorised to watch the video because of protection of privacy of my students.

The majority of children are baptized Roman Catholic. But unlike the assumption, there is not everywhere the typical Christmas menu with goose, fish or maybe fondue. The trend is towards burgers, spaghetti and kebab. And some families do not sing in the evening but watch TV together. However many children go to church with their parents.

Like the roman catholic Devine from Ivory Coast. She is celebrating with her entire extended family, first in the church and then until late into the night they make music and sing songs together.

Matthias is Roman Catholic. He is the only one in his father’s family with this faith. His father was born in Turkey but belongs to the ethnic minority of the Aramaeans and they still speak Aramaic. The Aramaeans of the present are the descendants of the ancient Aramaeans, who lived in the area of today’s Syria and are now a part of the Orthodox Church. Matthias’ family celebrates with about 300 people in a large rented hall in Vienna with many different Aramaic dishes and Aramaic music until the early morning hours.

Our Protestant classmates tend not to go to church with their families, they prefer to sing Christmas carols and celebrate at home. They eat traditional Christmas dishes such as fish and poultry. Aidan and Melanie tell me how they spend the evening. Their Nigerian father is Catholic and their Swiss mother is Protestant. They used to be in the Catholic Church for the Christmas Mass, but since there is a Protestant church built nearby, they go there on Christmas Eve.

Jacob has 12 siblings, four of them attend our school. Originally the family comes from Romania and at Christmas, they go there by car. The family joins a big church celebration with all members their extended family. Jacob belongs to the Free Church, so does his classmate Ester, who has almost got as many siblings as he has. Until recently, they attended Protestant religious education lectures, but since the beginning of this school year, there are separate lessons for them. The families of the free church visit the parish with their children several times a week. This parish of Jacob and Ester has about 2000 members. Some adults afford valuable youth work, the children receive music lessons, play or do something together. The Christmas Mass takes place at 4 p.m. with many children.

Katerina and her family come from Greece, their parents run a Greek restaurant in the 21st district in Vienna. On December 24th the family celebrate together with their Greek employees and their families in the restaurant with a huge Christmas tree. But Katerina doesn’t have a tree at home.

The Coptic Orthodox Shenouda occasionally flies to Egypt to visit the rest of his family at Christmas. In any case, they visit the church and eat together in a restaurant.

The few Islamic children do not celebrate Christmas. However, some of the families have an Advent calendar and they hand over gifts on December 24th. Lana is a Syrian refugee child, who is living with her family at the place of a Viennese couple for two years.

One month ago, on December 12th, Cardinal Archbishop Christoph Schönborn was a guest of ours at school. The choir of our school gave him a warm welcome. Some classes wrote poems and created nice posters for him. Later he patiently answered questions of the students, which were not only religious ones but also partly very personal. At the end of his stay, he prayed with us and gave us his blessings. It was a touching experience for all attendee.